Die Formeln des Masterplans (aus ISBN 978-3451309267)

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60 + 25 + 5

Es ist technisch und real möglich, mit Wind- und Sonnenstrom eine sehr gleichmässige Stromproduktion zu erreichen. Dazu brauchen wir Anlagen, die viel Wind und viel Sonne gut einfangen können und dabei kleine Generatoren beziehungsweise Wechselrichter haben. Diese Anlagen müssen ihren Strom optimal verteilt über Deutschland und jeweils nahe am Verbraucher produzieren.

Wir können etwa 60 Prozent unseres Bedarfs mit Windstrom und etwa 25 Prozent mit Sonnenstrom decken. Wenn noch fünf Prozent Wasserkraft hinzukommen, sind bis zu 90 Prozent unseres Strombedarfes über die direkten Quellen Wind, Sonne und Wasser abgedeckt. Der Rest kommt über Blockheizkraftwerke, die mit Bioenergie betrieben werden.

Die Deutschen verbrauchen an einem lauen Sommertag 40.000 Megawatt, zu Spitzenzeiten, also an einem kalten Winternachmittag, maximal 80.000 Megawatt Strom. Diese 80.000 Megawatt sind auch die Menge, die das Netz maximal aufnimmt. Daran orientiere ich mich. Gut verteilt und nah am Verbraucher sind somit auch 80.000 Megawatt Windkraft in das heutige Stromnetz integrierbar.

Wenn Windstromanlagen künftig mit 4.000 Volllaststunden optimiert arbeiten, können damit 320 Terawattstunden gedeckt werden. Der deutsche Nettostromverbrauch liegt aktuell bei 540 Terawattstunden. Mit 25.000 modernen Windrädern kann man also 60 Prozent des zukünftigen Nettostrombedarfs produzieren.

Wie kommen wir auf 25 Prozent Solarstrom?

Indem man die Nutzung der Solarenergie optimiert – durch eine Erhöhung der Volllaststundenzahl auf 1.500 bis 2.000 und mehr Leistung auf den Dächern. Der Ertrag wird insbesondere an bewölkten Tagen und somit auch im Winter deutlich steigen. Die Überschüsse werden gespeichert (vor allem in Batterien) und in Wärme (vor allem in Warmes Wasser) umgewandelt. Insgesamt benötigen wir aber im Vergleich zu sämtlichen heute vorgeschlagenen Szenarien weniger Langzeitspeicherung von Strom, wenn wir den überwiegenden Teil direkt über Wind und Sonne und möglichst verbrauchernah produzieren.

Strom + Wärme + Mobilität + Effizienz

Der Masterplan denkt und bringt alle drei Teilmarkte des Endenergieverbrauchs zusammen. Strom ist nur einer davon. Wärme ist der zweite. Und Kraftstoffe für Mobilität ist der dritte. Angesichts der steigenden Ölpreise und der abnehmenden Vorrate müssen gerade auch Motoren und Mobilität schnell als regenerative Markte der Zukunft erschlossen werden. Der zusätzlich notwendige Strom für Elektromobilität wird durch Energieeinsparungen (etwa ein Verbot der Standby-Funktion von Elektrogeraten) und Effizienz in anderen Bereichen ermöglicht, so dass der Gesamtstrombedarf konstant bleibt. Das ideale Zusammenspiel aller drei Energiemarkte sowie die effiziente Nutzung der Energie sind entscheidend für die zukünftige optimale volkswirtschaftliche Losung im Energiebereich.

Die Kombination von Wind und Sonne mit möglichst hoher Volllaststundenzahl und ein mit Bioenergie betriebenes Blockheizkraftwerk machen Energie-Autarkie in allen Einheiten möglich, vom Wohnhaus bis zur Grossindustrie.

Wenn der Masterplan richtig umgesetzt wird, können wir durch die Effizienzgewinne den Primarenergieverbrauch gegenüber heute auf 25 Prozent senken. Primarenergie ist die Energie, die aufgewendet werden muss (z. B. Kohle), um Endenergie (z. B. Strom) zu erzeugen. Mit meinem Konzept kamen wir auf keinen Fall über 10 Cent pro Kilowattstunde Strom. Somit brauchten wir insgesamt weniger Geld, als wir heute allein für Rohstoffimporte ausgeben.

Mit dem eingesparten Geld konnten wir problemlos Elektromobilität einfuhren und unsere Hauser vernünftig dämmen.

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