Berliner Kolleg Kalter Krieg

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Forschungsagenda

"Die Forschungsinteressen des Berliner Kollegs Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies gelten in besonderer Weise dem Thema "Grenzen des Kalten Krieges | Compromising the Cold War". Dabei geht es nicht allein um Grenzen auf der politischen Weltkarte, sondern zugleich um Grenzen gesellschaftlicher Ordnungsvorstellungen, Denkmuster und Visionen. Kurz: um das unter den Bedingungen des Kalten Krieges Sag- und Machbare. Wann, unter welchen Voraussetzungen und weshalb wurden die so verstandenen Grenzen umgangen, untergraben oder gar außer Kraft gesetzt? Wer waren die Akteure? Welche Grenzen konnten wie weit verschoben werden? Welche waren durchlässig, welche besonders stabil, gar irreversibel und über das Ende des Kalten Krieges hinaus wirksam? Wie ausgeprägt waren die Spannungen zwischen zentripetalen und zentrifugalen Kräften? Damit wird der Blick auf Gegenläufiges und Beharrendes gelenkt, auf Öffnendes und Schließendes – Eigendynamiken und nicht intendierte Konsequenzen eingeschlossen."

"Dieser Ansatz kann auf unterschiedliche Forschungsfelder angewandt werden. In der Außen-, Sicherheits- und Deutschlandpolitik richtet sich der Blick auf Gesprächsdiplomatie sowie Entspannungs- und Abrüstungsinitiativen. Die spannungsreichen Beziehungen zwischen Führungsmächten und ihren Verbündeten sind diesbezüglich von besonderem Interesse; aber auch die Politik der Blockfreien, die teils auf einen grenzüberschreitenden "Dritten Weg" setzten, teils im Rahmen des Kalten Krieges ihren eigenen Vorteil suchten. Es geht um die Wahrnehmung von Handlungsspielräumen und um das Ausloten von Optionen in einer Zeit, in der Weltanschauungen mit globalem Anspruch Erwartungen weckten, die immer wieder enttäuscht wurden."

(aus der Internetpräsenz)

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